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Tobias Müller

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Galileo Galilei - (Galileo Galilei vor Papst Urban VIII.), um 1840.

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Best.Nr. 12676

Der Papst steht im roten Gewand mit Aklamationsgestus und mit großer Gefolgschaft vor Galileo Galilei, der sich leicht gebeugt von seinem mit Büchern bedecktem Schreibtisch erhoben hat. Die ganze Szene, die noch durch zwei Helfer Galileis vervollständigt wird, befindet sich in einem hohen barock gestaltetem Raum. Gouache auf Karton von G. Degiacomin (re. u. sign. Degiacomi G. dipinse), um 1840. 53,1 x 73,2 cm. - Spuren eines Mittelfalzes, einige Randläsuren und wenige beriebene Stellen. Der Malkarton auf altes Zeitungspapier kaschiert. - Großformatige theatralische Historiendarstellung eines italienischen Meisters des 19. Jahrhunderts. Dargestellt werden soll dabei die Szene, in der Papst Urban VIII. den Verdikt über die Schriften Galileo Galileis ausspricht. Der Papst ragt durch sein rotes Ornat und seine Größe aus der Gruppe heraus. Die hinter ihm versammelte Entourage ist dabei lediglich Beiwerk. Galilei und seine zwei Mitarbeiter, von denen einer mit einem Gestus auf den Meister verweist, sind räumlich leicht getrennt und bilden zur päpstlichen Gruppierung einen Kontrapunkt. Galilei, scheinbar überrascht von dem Besuch, erhebt sich leicht gebeugt, trägt durch seinen festen Blick aber durchaus Selbstbewusstsin zur Schau. - Die Datierung lässt sich durch das Datum einer aufkaschierten Zeitung auf der Rückseite (1838) vermuten.